Ein Beben ging durch die Oper
als mehr 500 Kinder nach dem ersten Teil der Abschiedssinfonie Nr.45 von Josef Haydn applaudierten und stampften. Und insgesamt war es wohl überall ein bisschen quirliger und wirbeliger als sonst im ehrwürdigen Saal der Niedersächsischen Staatsoper. Unsere Vorschulmusikkinder saßen mittendrin im 2. Kinderkonzert Angesagt! und hatten sichtlich Freude an der Atmosphäre. Die Moderatorin Siiri und der Dirigent Mario führten kurzweilig durchs Programm und erklärten uns, was eine Inspizientin zu tun hat und wie wichtig sie ist. Allein auf ihr Wort hin geht das Licht im Raum aus, hört man Gewitter oder erscheinen Musiker auf der Bühne.
Die Fortführung der Abschiedssinfonie war dann sehr eindrücklich. Da der Fürst Esterházy damals den Musikern nicht genug Freizeit einräumte, komponierte Haydn kurzerhand ein Stück, bei dem zunächst das ganze Orchester spielt, also etwa 40 Personen. Gegen Ende des Stückes spielen jedoch nur noch zwei Geigenspieler auf der Bühne, die anderen verlassen während des Spiels nach und nach die Bühne. Als nicht einmal mehr unser Dirigent Mario anwesend ist, ging ein Raunen durch das junge Publikum.
Das schönste Stück aber, darin waren sich die Vorschulkinder einig, war die Farandole aus L’Arlesienne Suite Nr.2 von George Bizet. Die Kinder waren begeistert von der Intensität, Dynamik und Wucht des Stückes, gerade beim Spiel der Pauken.
Marion